Kursmanipulationen werden vor dem LG München verhandelt
Falsche Börsenbriefe und Schmuh mit Pennystocks
Und Schluss mit tollen Anlagetipps: In München steht der Herausgeber eine Börsenbriefes vor dem Richter, nachdem die Staatsanwaltschaft jahrelang gegen eine Clique von Aktionärsschützern ermittelt hatte. Nun ist Stefan F. wegen Kursmanipulationen in 165 Fällen angeklagt. Der 47-Jährige steht vor dem Landgericht, weil er einerseits Aktien billig gekauft, den Preis dann durch einen eigenen Börsenbrief in die Höhe getrieben hatte. Kurz nach der Veröffentlichung stieß er die Aktien zu überhöhten Preisen wieder ab, der Kurs sank und die geprellten Anleger hatten das Nachsehen.
Stefan F. sieht sich selbst als Handlanger eines anderen Angeklagten. Dieser muss sich mut zwei Kompagnons (ehemalige Funktionäre der Schutzgemeinschaft der Kapitalanleger) auch vor Gericht verantworten. Der frühere 2. Mann der SdK - Markus Straub - sitzt seit Herbst 2010 in U-Haft. Er wurde im Rahmen einer Großrazzia verhaftet und wartet seitdem auf seinen Prozess.Der 47-jährige Angeklagte verschickte seine Börsenbriefe laut Anklage gratis per Mail an rund 18.000 Abonnenten. In den meisten Fällen arbeitete er dabei mit dem anderen Angeklagten zusammen, der ebenfalls so viel Aktien wie möglich kaufte, um dann auf die Kurssteigerungen durch die Aktientipps in den Börsenbriefen setzte. Der SDK hat seit bekannt Werden der Affaire die eigenen Verhaltensrichtlinien deutlich verschärft, so müssen SDK-Sprecher heute zu Beginn von Auftritten auf Aktionärsversammlungen über eigenen Wertpapierbesitz informieren.
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