Beraterrolle bei AXA Immoselect kein Ruhmesblatt für die Branche
AXA Immoselect: Schlecht beraten vom Anfang bis zum Ende
Es geht um Ihr Geld!
Anteile am AXA Immoselect oder am DEGI International wurden in den vergangenen Jahren immer wieder an ältere Menschen oder sonstige in Kapitalanlagedingen eher unerfahrene Anleger verkauft. Verkaufsargument war, dass die Einlage sicher ist und quasi wie Tagesgeld abrufbar. Nun entpuppt sich die traumhafte Anlage aber als dickes Minusgeschäft. Experten gehen davon aus, dass Anteilscheine maximal zu 40 % ihres letzten Nominalwertes abgewickelt werden. Zwar besteht nicht die Gefahr eines Totalverlustes, aber Anleger können damit rechnen, dass die Erlöse aus den Immobilienverkäufen in den kommenden drei Jahren nicht einmal die Hälfte der Anlagesumme ausmachen wird.
Die offensichtlich schlecht beratenen Anleger werden aber heute von den Beratern von damals wieder nicht wirklich gut beraten. Am Beispiel eines Kundenanschreibens der NASPA kann anlegerschutz.tv aufzeigen, dass der aktuelle Rat "Abwarten und auf Geld warten!" letztendlich doch wieder nur den Beratern, bzw. der Bank hilft. Im uns vorliegenden Fall geht es um ein Anlagevermögen in Höhe von ruind 40.000 Euro. Im Schreiben der Naspa wörtlich: "Sie bekommen Geld zurück!" - Wieviel, das wird unserer Meinung nach ganz bewusst nicht angesprochen. Unerfahrene Anlager sind drei Jahre nach dem Kauf noch etwas älter und sicher nicht erfahrerener in solchen Dingen.Und das schlimmste: Es steht zu befürchten, dass die Ausschüttungen durch die Fondsgesellschaft von den Beratern wieder abgeschöpft werden. Garantiert werden den Anlegern wieder "Sichere Anlagen" angeboten, sobals wieder Geld flüssig ist.
Ein guter Rat wäre gewesen: Lassen Sie sich beraten ! - und zwar bezüglich des aktuellen Umtauschwertes, des Zeitplans der Verfügbarkeit und in Bezug auf möglichen Schadensersatz.Keins dieser drei Themen wird im aktuellen NASPA-Schreiben an Anleger auch nur angesprochen.
Kommentare
Mehr von diesem Autor
- SEB Immoinvest - Managerin beruhigt Anleger
- US-Projekte von Solar Millennium gehen ins Sauerland
- Ermittlungen gegen weiteres Ex-Führungspersonal der SdK
- Nächster Lehman-Termin vor dem BGH aufgehoben
- Englische Lebensversicherung - Anleger klagt
- Kein Verhandlungstermin zu "Lehman-Zertifikaten" vor dem BGH
- Falsche Börsenbriefe und Schmuh mit Pennystocks
- Hat Ferrostaal Interesse an der Solar Millenium AG?
- US-Ratingagentur muss sich Klage deutscher Anleger stellen
- BGH: Keine Anrechnung von Bestandsprovisionen nach dem Einlagensicherungs- & Anlegerentschädigungsgesetz
- AXA Immoselect: Schlecht beraten vom Anfang bis zum Ende
- Was sind Fonds?
- BGH entscheidet über zwei Schadensersatzklagen von Lehman-Anlegern
- Immobilienfonds: Profi-Anleger verlassen sinkende Schiffe zuerst
- BGH weist Klage auf Schadensersatz gegen Lehman-Berater der HASPA ab
- Anlegerschutz für Anleger von Investmentfonds wird ausgebaut – neue Schlichtungsstelle eingerichtet
- Das Netz vergisst nie nichts - oder doch?
- Schrottimmobilie: Bundesgerichtshof verurteilt Hypovereinsbank wegen Falschberatung
- Immofinanz - Schadenersatz im 3-stelligen Millionenbereich steht im Raum
- Medico Fonds, Gebau-Fonds
- Wer sucht was? Sparenta, Albis Finance, DFI und Morgan Stanley P2 Value bei anlegerschutz.tv ganz vorn
- Immobilienfonds – Infos zu Verjährungsfristen
- Cross Currency Swaps
- Viel bringt nicht viel - Über die Grundproblematik der Vielschreiberei im Anwaltsmarketing
- Anlegerschutzgesetz 2011

